Befähigte Person
A befähigte Person hod duach ihre Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit de nötign Fachkenntnisse zur Prüfung vo Arbeitsmittln (TRBS 1203,
Volltext im TRBS-Verzeichnis). Für elektrische Prüfunga is s meistns a Elektrofachkraft. Da Unternehma muass de Qualifikation im Einzelfall beurteiln und dokumentiern.
Elektrofachkraft (EFK)
A Elektrofachkraft hod aufgrund ihra fachlichn Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrung de Fähigkeit, eahna übertragene Arbeitn zu beurteiln und mögliche Gfahrn zu erkenna (nach DIN VDE 1000-10 bzw. DGUV Information 203-002). Sie trogt de fachliche Verantwortung für elektrotechnische Tätigkeitn.
Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)
A elektrotechnisch unterwiesene Person is vo era Elektrofachkraft über de eahna übertragenen Aufgabn und de möglichn Gfahrn bei unsachgmäßem Verhoitn unterrichtet und bei Bedarf anglernt worn. Sie derf nur oafache, klar abgrenzte Tätigkeitn unta Anleitung ausführn, aba koa eigenständign fachlichn Beurteilunga treffa.
Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK)
Die VEFK is a Elektrofachkraft, dera vom Unternehma d Verantwortung für d Einhoitung vo de elektrotechnischn Regln in am bestimmtn Bereich schriftlich übertragn worn is. Sie handlt im Rahma vo derer Übertragung eigenverantwortlich und is Ansprechpartner für alle elektrotechnischn Frogn in eahrm Zuständigkeitsbereich.
Sichtprüfung
Bei da Sichtprüfung wead a elektrisches Betriebsmittl äußerlich auf erkennbare Mängl untersuacht - beschädigte Gehäuse oda Leitunga, fehlende Abdeckunga, unzulässige Reparaturn oda erkennbare Überlastung. Sie geht jeda Mess- und Funktionsprüfung voraus; wern dabei Mängl festgstellt, kann de weitare Prüfung entfoin, weil des Gerät eh als ned bestandn gilt.
Schutzleiterwiderstand
Da Schutzleiterwiderstand is da elektrische Widerstand zwischn am Schutzkontakt vom Netzsteckda und de berührbarn leitfähign Teil vo am Schutzklasse-I-Gerät. Er muass unta am in da jeweiling Prüfnorm festglegtn Grenzwert liegn, dass im Fehlafall a sichas Abschoitn vo da Sicherung gwährleistet is.
Isolationswiderstand
Da Isolationswiderstand beschreibt, wia guat aktive (spannungsführende) Teil vo am Gerät gegnüba berührbarn Gehäuseteil isoliert san. A zu niedriga Wert deitat auf a beschädigte oda gealtate Isolierung hin und damit auf a erhöhts Risiko vo am elektrischn Schlag oda Kurzschluss.
Ersatzableitstrom
Beim Ersatzableitstromverfahrn wead da Ableitstrom vo am Gerät ned unta reala Betriebsspannung gmessn, sondern über a alternatives, sichareres Messverfahrn rechnerisch ermittlt. Des is bsonders bei Prüfunga vor Ort praktikabl, weil des Gerät dafür ned am Netz betriebn wern muass.
RCD / FI-Schutzschalter
A RCD (Residual Current Device, im Volksmund FI-Schutzschalter) überwacht'n Stromfluss zwischn de Leiter und löst aus, sobald a Differenzstrom (Fehlerstrom) an definiertn Grenzwert übaschreit't - ebba weil Strom über a Person zur Erd obfließt. Er trennt de Versorgung dann automatisch und schnell und is a zentrale Schutzmaßnahm gegn elektrischn Schlag.
Funktionsprüfung
Bei da Funktionsprüfung wead kontrolliert, ob a Gerät oda a Schutzeinrichtung - ebba a RCD über de eingebaute Testtastn - wirklich so funktioniert, wia's soi. Sie ergänzt de Messprüfung, weil manche Fehla (z. B. a defekta Auslösemechanismus) messtechnisch alloa ned imma erkennbar san.
Erstprüfung
De Erstprüfung passiert, bevor a elektrisches Betriebsmittl zum earschtn Mal in Betrieb gnomma wead, sowia noch jeda Instandsetzung oda Änderung. Sie stellt sicha, dass des Gerät im Neuzustand bzw. noch am Eingriff de gforderten Sicherheitsstandards entspricht, bevor's regelmäßig gnutzt wead.
Wiederholungsprüfung
De Wiederholungsprüfung is de regelmäßig wiederkehrende Prüfung vo am elektrischn Betriebsmittl, des scho im Einsatz is. Des Intervall richt't se noch Gerätetyp, Einsatzbedingunga und da betrieblichn Gefährdungsbeurteilung und wead üblicherweis auf da Prüfplakettn dokumentiert.
Ortsveränderliches elektrisches Betriebsmittel
A ortsveränderlichs Betriebsmittl wead während'm Betrieb bewegt oda ko, während's am Versorgungsnetz ogschlossn is, leicht vo am Platz zum andan bracht wern - zum Beispui Bohrmaschin, Verlängerungsleitunga, Kaffeemaschin oda Laptop-Netzteile. Für de Geräte gilt in da Regl DIN EN 50699 als Prüfnorm.
Ortsfeste elektrische Anlage
A ortsfeste elektrische Anlage is fest installiert und wead im normaln Betrieb ned bewegt - ebba Verteilerschränk, festverdrahtete Maschin oda de Elektroinstallation vo am Gebäude. Sie wead noch DGUV Vorschrift 3 und de einschlägign DIN-VDE-Normen für ortsfeste Anlaga gprüft, ned noch de Normen für ortsveränderliche Geräte.
Schutzklasse I
Geräte vo da Schutzklasse I hom a Basisisolierung und zusätzlich an Schutzleiteranschluss, dea berührbare leitfähige Teil im Fehlerfall mit Erd verbindt - erkennbar am Schutzkontaktstecka (Schuko). Da Schutzleiterwiderstand is bei dene Geräte a zentrale Prüfgröß.
Schutzklasse II
Geräte vo da Schutzklasse II san durch a doppelte oda verstärkte Isolierung gschützt und brauchn koan Schutzleiter. Erkennbar san's am Symbol vo am Quadrat im Quadrat auf'm Typnschuidl - z. B. vui Ladegeräte und Elektrowerkzeig.
Schutzklasse III
Schutzklasse-III-Geräte wern ausschließlich mit Schutzkleinspannung (SELV, üblicherweis bis 50 V AC/120 V DC) betriebn, bei dera a gfährlicha elektrischa Schlag durch de niedrige Spannung selba weitgehend ausgschlossn is.
Prüffrist
D Prüffrist legt fest, in welchm Zeitobstand a elektrisches Betriebsmittl wiederkehrend gprüft wern muass. Sie wead vom Unternehma auf Grundlog vo da Gefährdungsbeurteilung festglegt; DGUV Information 203-070 und 203-072 gebn dafür Orientierungswerte, obhängig unta andram vo Einsatzbedingunga und bisheriga Fehlaquote.
Gefährdungsbeurteilung
D Gefährdungsbeurteilung is de systematische Ermittlung und Bewertung vo Gfahrn am Arbeitsplotz, verpflichtend noch § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Sie is unta andram Grundlog dafür, wia a Unternehma de Prüffristn für sei elektrische Betriebsmittl festlegt.
DIN EN 50678 (VDE 0701)
DIN EN 50678 (VDE 0701) regelt de Prüfung elektrischa Geräte noch ana Reparatur oda Änderung. Sie hod 2021 de ältere, kombinierte Norm DIN VDE 0701-0702 (endgültig zruckzogn zum 21.09.2023) für den Anwendungsfoi obglöst; für de wiederkehrende Prüfung im laufendn Betrieb gilt stattdessn DIN EN 50699.
DIN EN 50699 (VDE 0702)
DIN EN 50699 (VDE 0702) is de aktuelle Norm für de wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicha elektrischa Geräte im laufendn Betrieb. Sie hod 2021 de ältere, kombinierte Norm DIN VDE 0701-0702 für den Anwendungsfoi obglöst; im Alltag is de oide Bezeichnung „VDE 0701-0702" trotzdem no gebräuchlich, gmoant is inhaltlich dasselbe Prüfverfahrn noch aktuellem Normenstand.
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
D Betriebssicherheitsverordnung konkretisiert des Arbeitsschutzgesetz für'n Umgang mit Arbeitsmittln und überwachungsbedürftige Anlaga. Sie verpflicht't Arbeitgeba unta andram dazua, Arbeitsmittl - dazua zähln a elektrische Betriebsmittl - in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand zu hoitn und regelmäßig prüfa zlassn. D Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung selba steht in § 3 BetrSichV, de Grundpflichtn vom Arbeitgeba in § 4 BetrSichV.
Ordnungsprüfung & Technische Prüfung
De TRBS 1201 unterscheid't zwoa Prüfarten: de Ordnungsprüfung stellt fest, ob de erforderlichn Unterlagn (Betriebsanweisung, frühare Prüfnachweis, Dokumentation) vorhanden und plausibel san. De technische Prüfung umfasst Sichtprüfung, Erproba und Messn vom tatsächlichn Zustand, bei Bedarf einschließlich Zerlegung und eingehende Funktionsprüfung. Erst beide zsamm ergebn a vollständige, TRBS-1201-konforme Prüfung. Mehra dazua im
TRBS-1201-Dokument.
Anerkannte Regel der Technik
DIN-VDE-Normen san rechtlich koane Gsetz, sondern anerkannte Regln der Technik - deshalb liest ma oft „wird empfohlen" statt „is vorgschriebn". Praktisch bedeit't des: Hoit se a Betrieb an de anerkanntn Regln der Technik, spricht des im Ernstfoi für sorgfältigs Hondln. Weicht er davo ob, kehrt se de Beweislast tendenziell um - er muass dann erklärn kenna, warum sei Lösung trotzdem mindestens genauso sicha war. A „Empfehlung" is damit in da Praxis koa „optional ohne Konsequenzn".
Prüfprotokoll
Des Prüfprotokoll dokumentiert a durchgführte Prüfung: Messwerte, Prüfergebnis, Datum, durchführende Person und nächstn Prüftermin. Es dient als Nachweis gegnüba Berufsgenossenschaft, Versicherung und im Foi ana Kontrolle oda ans Schadnsfoi.
Prüfplakette
D Prüfplakette wead noch erfolgreicha Prüfung sichtbar am Gerät ogebracht und zoagt Prüfdatum bzw. Prüfstatus sowia meistns de nächste Fälligkeit. Moderne Variantn enthoitn zusätzlich an QR-Code, über den se da digitale Prüfstatus und de Geräteakte obrufa lossn.
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)
A EFKffT is für klar abgrenzte, wiederkehrende elektrotechnische Tätigkeitn theoretisch ausgebildet, praktisch eingwiesn und ausdrücklich beauftragt. Sie derf nur de festgelegtn Tätigkeitn ausführa - a EFKffT is dadurch ned automatisch für olle elektrotechnischn Arbeitn qualifiziert wia a vollständige Elektrofachkraft.
Elektrotechnischer Laie
A elektrotechnischa Laie derf elektrische Anlaga grundsätzlich ned selbständig bediena, aufmacha, ändern, prüfa oda reparian. Erlaubt san nur ausdrücklich freiggebne Tätigkeitn ohne elektrische Gfährdung, ebba des Betätign vorgsehana Bedienelement oda des Auswechsln vo ana Lampn noch betrieblicha Onweisung.
Anlagenbetreiber
Da Anlagenbetreiba trogt de Gesamtverantwortung für'n sichern Betrieb und Zustand vo ana elektrischn Anlage. Er muass ned selba Elektrofachkraft sei, muass aber geeignete Verantwortliche auswähln und beauftragn und'n sichern Anlagnbetrieb organisiern.
Anlagenverantwortlicher
Da Anlagenverantwortliche is während ana Arbeit für'n sichern Betrieb vo da betroffana elektrischn Anlage oda vom Anlagnteil verantwortlich. Er beurteilt'n Anlagnzustand, legt Schoitzuständ fest, gibt de Arbeitsstelln frei und koordiniert de Wiederinbetriebnahm.
Arbeitsverantwortlicher
Da Arbeitsverantwortliche is unmittelbar für de sichare Durchführung vo da Arbeit auf da Arbeitsstelln verantwortlich. Er weist de Beschäftigtn ei, überwacht de Arbeit und sorgt für d Einhoitung vo olle festglegtn Schutzmaßnahma.
Unter Leitung und Aufsicht
„Unta Leitung und Aufsicht" bedeit't, dass a Elektrofachkraft de Arbeit oweist, de Durchführung überwacht und se jederzeit vo da sichern und fachgrechtn Ausführung überzeugn ko. Sie muass dafür ned ununterbrocha unmittelbar danebnstehn, muass aba erforderlichenfoits eingreifn kenna.
Schaltberechtigter
A Schaltberechtigta is a dafür ausgwählte, unterwiesene und beauftragte Person, de bestimmte, klar festglegte Schalthandlunga durchführn derf. Umfang und Grenzn vo da Schaltberechtigung müassn eindeutig definiert sei - sie is koane allgemeine Erlaubnis für olle elektrotechnischn Arbeitn.
Weisungsfreiheit der Elektrofachkraft
D Elektrofachkraft muass ihre fachliche Beurteilung unabhängig treffa kenna. Wirtschaftliche, zeitliche oda hierarchische Vorgabm derfn ned dazua führa, dass a fachlich notwendige Schutzmaßnahm unterlassn wead - sicherheitswidrige Weisunga derfn ned befolgt wern.
Fünf Sicherheitsregeln
De fünf Sicherheitsregln san bei Arbeitn im spannungsfrein Zustand in derer Reihnfolg oz'wendn: freischoitn, gegn Wiedereinschoitn sichern, Spannungsfreiheit feststelln, erdn und kurzschließn, benachbarte unta Spannung stehende Teil obdeckn oda obschranka.
STOP-Prinzip
Des STOP-Prinzip beschreibt de Rangfolg vo Schutzmaßnahma: S (Substitution, gfährliche Tätigkeit/Arbeitsmittl ersetzn), T (technische Maßnahma wia Obdeckunga), O (organisatorische Maßnahma wia Arbeitsonweisunga), P (persönliche Schutzausrüstung). Technische und organisatorische Maßnahma hom grundsätzlich Vorrang vor rein personenbezogenen.
Gefahrenzone
D Gefahrenzone is da Bereich um unta Spannung stehende Teil, in dem beim Eindringa ohne geeignete Schutzmaßnahma de erforderliche Sicherheit gegn elektrische Gfährdunga ned gwährleistet is. Größ und Bewertung hängan unta andram vo Spannung, Arbeitsverfahrn und örtlichn Bedingunga o.
Lichtbogen
A Lichtbogen is a elektrisch leitfähige Entladung durch Luft oda a anders Gas. Er ko extreme Temperaturn, intensive Strahlung, Druckwelln, Metallspritza, Lärm und giftige Rauchgas erzeugn und ghört zu de gfährlichstn Ereignisse bei Arbeitn on elektrische Anlaga.
Elektrounfall
A Elektrounfoi is a Unfoi, bei dem elektrischa Strom, elektrische Spannung oda a Lichtbogn a Person gfährdet oda verletzt - mögliche Folgn reichn vo Muskelverkrampfung und Atemstillstand bis zu Herzrhythmusstörunga und Verbrennunga. Noch am Stromunfoi gilt: Eigenschutz beachtn, Stromkreis obschoitn, Rettungsdienst alarmiern und Erste Hilfe leistn.
Unfallverhütungsvorschrift
Unfallverhütungsvorschriftn san verbindliche Vorschriftn vo da gsetzlichn Unfoiversicherung, de Berufsgenossenschaftn noch § 15 SGB VII als autonoms Recht erlassn kenna. Für d Elektrotechnik is bsonders de DGUV Vorschrift 3 „Elektrische Anlaga und Betriebsmittl" maßgeblich.